31. Volleyball-Mixed-Freiluftturnier des BfnL Göttingen in Bördel am 20. und 21.06.2009

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Das Turnier in Bördel ist mittlerweile zu meinem Lieblingsturnier geworden: Nicht nur die Tatsache, dass es draußen stattfindet und man zwei Tage eine besondere Atmosphäre genießen kann, hat dazu beigetragen, sondern auch der Umstand, dass man nicht als komplette Mannschaft antreten muss, was mir als Fachwart am wenigsten Stress macht - zur Not kann ich sogar alleine antreten... ;-)

In diesem Jahr haben sich neben meiner Wenigkeit Frank, Hansi und Markus für den ersten Tag sowie Brigitte und Steffen für den zweiten Tag gemeldet. An diesem Wochenende fand nicht nur in Harste weiteres ein Turnier statt, sondern auch der Firmen-Beach-Cup in Göttingen, für das sich Marie und Sarah verpflichtet hatten. Andere waren beruflich verhindert. Aber egal, dann würden wir uns eben wieder mit den Spielern des BfnL zusammentun!

Der Wetterbericht sagte durchwachsenes Wetter voraus, so dass wir uns schon darauf einstellten, eventuell in der Sporthalle in Dransfeld spielen zu müssen - dies ist in den 30 Jahren davor allerdings erst einmal vorgekommen! Das Turnier beginnt traditionell am ersten Tag erst um 14 Uhr, so dass wir erst um 13 Uhr mit dem Grünen Auto von Göttingen losfuhren. Bei der Begrüßung stellte sich dann heraus, dass die Sporthalle in Dransfeld wie jedes Jahr vorsichtshalber reserviert, der Schlüssel jedoch nicht abgeholt worden war - fein, so würde also auf jeden Fall draußen gespielt werden müssen, zur Not halt mit ABC-Ausrüstung! Das Wetter war dann aber glücklicherweise "typisch Bördel": Die meisten Wolken machten einen Bogen um des Gelände, so dass wir überdurchschnittlich viel Sonne genießen konnten. Am ersten Tag regnete es nur ein paar Tropfen und auch der zweite Tag brachte wider Erwarten nur einen kurzen Schauer.

Insgesamt waren neun Mannschaften angetreten, die BfnLer füllten die beiden unvollständig angetretenen mit ihren Spielern auf und stellten dieses Mal keine eigene Mannschaft, u.a. auch deshalb, weil am zweiten Spieltag parallel noch ein Petanque-Turnier stattfinden sollte, für das sich einige Volleyballspieler des BfnL gemeldet hatten, da es im Vorfeld Verwirrungen um den Termin des Volleyballturniers gab. Wir waren der Gruppe mit vier Mannschaften zugelost worden, würden also in der Vorrunde drei Spiele zu bestreiten haben. Unsere Mannschaft wurde verstärkt durch Horst (mittlerweile 73, s. Bericht von BfnL-Turnier 2006), Ursel (auch schon etwas älter) und Sylke. Gespielt werden sollten zwei Sätze bis 21 Punkte ohne zwei Punkte Unterschied.

Das erste Spiel fand auf (leicht feuchtem) Sand gegen das Dream Team aus Gieboldehausen statt. Den ersten Satz gaben wir 20:21 ab, den zweiten holten wir dafür 21:19 und entschieden das Spiel so mit einem Punkt Unterschied für uns. Ein Auftakt, der Mut machte! Das zweite Spiel fand auf Asche gegen Salzgitter statt. Hier gewannen wir den ersten Satz, mussten jedoch den zweiten Satz mit schlechterer Punktedifferenz abgeben - schade... Das dritte Spiel gegen Einbeck (dort spielte Clemens mit), nun wieder auf Sand, entschieden mit einem weiteren Unentschieden dann wieder wir nach Punkten für uns. Trotz zwei gewonnener Spiele belegten wir aber leider nur den dritten Platz, da sowohl Einbeck als auch Salzgitter gegen das Dream Team mit 2:0 Sätzen gewonnen hatten.

Nach der Vorrunde wurde wie immer der Grill angeschmissen und bis spät in die Nacht gefeiert. Viele, vor allem weit angereiste übernachteten in Bördel.

Der nächste Tag begann mit Dauerregen. Trotzdem holte ich Brigitte mit dem Grünen Auto ab - und sei es nur, um in Bördel einer vorgezogenen Siegerehrung beizuwohnen. Steffen wollte mit dem Fahrrad kommen - und tat es auch! Die Turnierleitung zweifelte nicht einen Moment daran, dass weitergespielt werden würde. Und so war es auch: Der Regen hatte schon aufgehört, und sowohl Asche als auch der Sand waren weniger nass als erwartet. Sogar die Sonne ließ sich blicken! Eine Mannschaft war verletzungsbedingt und wegen der langen Anreise aus Hallstatt bereits abgereist (wohl auch, weil sie vermutet hatte, dass der zweite Tag sprichwörtlich ins Wasser fallen würde), so dass nun noch acht Mannschaften übrig waren. So konnten wir automatisch schon nicht mehr letzte werden! ;-)

Neben Brigitte, Steffen und mir waren nur noch Horst und Ursel da, so dass uns ein Mitspieler fehlte, der jedoch freundlicherweise von Oberode gestellt wurde. Die Spiele um Platz 5 sollten alle auf Asche stattfinden. Im ersten Satz gegen die Celebration Allstars verletzte sich Horst an der Wade, so dass das Turnier für ihn gelaufen war. Ersetzt wurde er vorerst durch einen weiteren Spieler aus Oberode. Beide Sätze gingen ärgerlicher- (und unnötigerweise) 20:21 verloren... :-( Im zweiten Spiel gegen Oberode konnte Clemens, der für Einbeck angetreten war, uns aushelfen sowie ein Spieler der Celebration Allstars. Im Verlauf des zweiten Satzes stürzte Ursel unglücklich, konnte jedoch noch zu Ende spielen. Wir gewannen glatt in zwei Sätzen. Das Turnier endete für uns wie es begann: gegen das Dream Team. Nun mussten wir uns bereits drei Spieler ausleihen, da Ursel nun auch nicht mehr spielen konnte. Glücklicherweise hatte Einbeck gerade Pause, so dass Clemens und drei weitere Einbecker aushelfen konnten. Wie es mit einem zusammengewürfelten Team so ist: Leider war uns kein weiterer Erfolg beschieden - wir verloren beide Sätze ganz knapp und erreichten so den 7. Platz vor Oberode. Auch Einbeck hatte am zweiten Tag wenig Erfolg und erreichte Platz 4.

Insgesamt war der BfnL von Verletzungen gebeutelt. Nicht nur Horst und Ursel mussten vorzeitig aufhören, auch der Turnierleiter verletzte sich, als er am zweiten Tag einsprang, und musste zunächst einmal ins Krankenhaus. Darüber wurde das Mittagessen "vergessen" und erst nach einem dadurch recht frühen Turnierende nachgeholt. Daran konnte man nahtlos ans Kuchenbuffet anschließen.
Die Rückfahrt endete für mich dann noch mit einer Panne: Die Elektrik des Grünen Autos gab den Geist auf, der Wagen nahm kein Gas mehr an. Zuvor hatte schon die Airbag-Lampe aufgeleuchtet und die Zentralverriegelung versagt. Schlussendlich besann sich der Twingo aber doch noch und ich schaffte es bis nach Göttingen, wo ich auf dem Parkplatz den Abschleppwagen des Grünen Autos vorfand: Es hatte noch zwei weitere Pannen gegeben.

Insgesamt also ein in jeder Hinsicht pannenreiches Turnier, das aber trotzdem wieder viel Spaß gemacht hat! Ich freue mich schon jetzt wieder auf nächstes Jahr - dann vielleicht wieder mit einer kompletten Mannschaft!?

Hartmut Mäcker