Freizeit-Volleyballturnier des VfL Veckerhagen in der Wesertalhalle in Reinhardshagen am 02.12.2006 Ein Winterkrimi

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Alles schien dieses Mal klar zu sein: Nina und Sonja hatten zugesagt und herrenmäßig konnten wir mit sieben Männern sogar aus dem Vollen schöpfen. Anderthalb Wochen vor dem Turnier musste dann aber Nina absagen, da sie kurzfristig für längere Zeit verreiste. Im letzten Moment konnten wir dann aber noch unseren Neuzugang Annika verpflichten, die mehr als nur ein guter Ersatz sein sollte. Dann sagten auch noch Jörn und Martin S. verletzungsbedingt ab, so dass auch die Herren "nur" mit einem Ersatz anreisten: Darek, Hartmut, Martin O., Steffen und Ulli (der von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor noch leicht "angeschlagen" war).

Insgesamt nahmen acht Mannschaften am Turnier teil, so dass nicht wie im vergangenen Jahr noch die niedrige Schulturnhalle genutzt werden musste. Unser erstes Spiel bestritten wir gegen den aus Hamburg angereisten TSV Lokstedt. Der erste Satz ging deutlich verloren - wir waren doch noch recht nervös. Der zweite Satz ging dann zwar ebenfalls mit 15:13 an den Gegner, machte uns aber trotzdem Mut, da das Zusammenspiel schon sehr viel besser klappte. Das konnten wir dann im nächsten Spiel gegen Sixpack aus Rommerode unter Beweis stellen: Beide Sätze gewannen wir in einem spannenden Match. Im dritten und entscheidenden Spiel gegen Jedermann I mussten wir den ersten Satz gegen einen überraschend starken Gegner abgeben, konnten den zweiten Satz dann aber doch holen.
Durch eine etwas schlechtere Punktedifferenz kamen wir in der Vorrunde so leider nur auf den dritten Platz und spielten um Platz fünf weiter. Die Vorrunde war sehr ausgeglichen gewesen, so dass auch mehr hätte drin sein können - schade. Nichtsdestotrotz ließen wir uns das "Lustbierchen" in der Mittagspause schmecken.

Der Auftakt in der Endrunde ging klar an uns. Die Blindfische aus St. Pauli hatten uns außer jede Menge Spaß nichts entgegenzusetzen. Im zweiten Spiel gegen Sixpack trennten wir uns unentschieden mit jeweils 15:12 Punkten (dies sollte später noch entscheidend sein!). Das dritte Spiel bestritten wir gegen Jedermann II wieder mit Leichtigkeit. Nach dem letzten Spiel dieser Runde waren wir satz- und punktgleich mit Sixpack, so dass hier noch ein Entscheidungssatz gespielt werden musste. Wir hatten am Schluss die besseren Nerven und erreichten so den Gruppensieg und damit Platz fünf - vorerst!

Wer nun denkt, das Turnier wäre vorbei gewesen, der irrt. Nun sollten noch einmal die jeweils erst- und letztplatzierten Mannschaften der Gruppe gegeneinander spielen und die zweiten und dritten in einem zweiten Spiel. Danach würden dann die jeweiligen Gewinner und Verlierer um die endgültigen Plätze spielen. Wir mussten also noch zwei Spiele unseren fünften Platz halten. So spielten wir noch einmal gegen die Blindfische. Satz 1 ging deutlich an uns, im zweiten Satz war aber der Wurm drin: Wir verloren 14:16, hatten aber die bessere Punktedifferenz und spielten nun final noch einmal um Platz fünf. Würde es erwartungsgemäß (dann zum vierten Mal) Sixpack sein? Nein, Sixpack hatte gegen ein durch die erste Mannschaft leicht verstärktes Team von Jedermann II große Schwierigkeiten und verlor beide Sätze. Das war eine erfreuliche Überraschung, denn so langsam begann es uns zu langweilen, immer nur gegen Sixpack zu spielen - auch wenn die Spiele selbst sehr spannend waren. Das letzte Spiel war dann geradezu nervenaufreibend. Im ersten Satz verloren wir 12:15 - wir waren etwas unkonzentriert und auch überrascht, was ein neuer Spieler in der gegnerischen Mannschaft alles bewirken kann! Den zweiten Satz entschieden wir dann aber wieder für uns, mit 15:11 verteidigten wir damit mit nur einem Punkt Unterschied knapp aber wohlverdient unseren fünften Platz.

Von uns aus hätte das Turnier nicht so lange dauern müssen. Das Überkreuzspielen plus dem endgültigen Finalspiel zehrte doch sehr an Körper und Nerven. Trotzdem hat das Turnier wieder viel Spaß gemacht, nicht zuletzt, weil wir gemerkt haben, dass wir mit dem "abgespeckten" neuen System (feste Steller) durchaus in der Lage sind, ein Turnier gut zu bestreiten. Überragend waren Ulli und Annika, ohne die wir sicherlich nicht so gut gespielt hätten, aber auch insgesamt denke ich, haben wir eine gute Leistung gezeigt. Das macht Lust auf mehr!

Hartmut Mäcker