Freizeit-Volleyball-Mixed-Turnier des SV Eddigehausen in Bovenden am 24.04.2005

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Im Februar flatterte mir eine Einladung zu einem Volleyballturnier ins Haus, bei dem ich zunächst nicht wusste, wer da eigentlich einlud. Schließlich stellte es sich heraus, dass es der SV Eddigehausen war, der schon seit vielen Jahren gerne unsere Skihütte in St. Andreasberg nutzt, und nun herausgefunden hatte, dass die Göttinger Skizunft auch Volleyball spielt. Toll, dachte ich, endlich mal ein Turnier in der Nähe! Und so sagte ich mit Vergnügen zu. Es stellte sich aber mal kurzfristig wieder heraus, dass wir zu wenig Frauen hatten (irgendwie ist das wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“...). Kate und Brigitte hatten zwar zugesagt, letztere hatte sich aber am Donnerstag vor dem Turnier den Daumen gestaucht und wusste nicht, ob und wie lange sie spielen könnte. Das war mir ein bisschen zu unsicher! Schließlich organisierte Kate noch Eugenie von den Elliehäusern und brachte eine Spielerin aus ihrer eigenen Mannschaft mit, so dass wir nun sogar zu acht waren. Neben mir spielten noch Darek, Michael D. und Viktor mit. Am Spieltag trafen wir uns gleich in der Halle. Es stellte sich heraus, dass insgesamt nur fünf Mannschaften zugesagt hatten. Eine sechste Mannschaft sollte aus überzähligen Spielern zusammengestellt werden und „Zufällig gut!“ heißen. Dieser konnten wir dann immer zwei Spieler ausleihen, so dass niemand länger aussetzen musste! Es gab demnach zwei Gruppierungen à drei Mannschaften (jeder gegen jeden wäre vielleicht besser gewesen). Das versprach, ein kurzes Turnier zu werden... In unserer Gruppierung war (mal wieder) Obernfeld, gegen die wir auch gleich antraten. Wir spielten das neue System, haben tapfer gekämpft, aber natürlich verloren. Macht nichts, gegen Obernfeld zu gewinnen wäre auch „zu viel des Guten“ gewesen... Die Zufallsmannschaft putzten wir dafür in unserem zweiten Spiel vom Platz! Nach einer Mittagspause sollten nun die drei besten Mannschaften noch einmal gegeneinander spielen und die drei Letztplatzierten in der anderen Gruppierung ebenfalls. Mit der besseren Punktedifferenz kamen wir in der Vorrunde auf Platz drei – somit wäre der erste Platz noch drin gewesen! Aber eigentlich hieß es nur, noch einmal gegen Obernfeld zu verlieren – einfach haben wir es ihnen aber nicht gemacht! Das zweite Spiel hatten wir gegen Tuspo „Jahn“ Reyershausen zu bestreiten. Es lief ganz gut an, die Partie gestaltete sich noch ausgeglichen, da hatte ich plötzlich bei einem Schritt nach vorne das Gefühl, als würde mir jemand in die linke Wade latschen! Klar, dass niemand hinter mir war (im neuen System kennt ja jeder seine Position!) – da ist also wohl etwas gerissen... Michael schaute sich das Malheur gleich an (immer gut, einen Arzt dabei zu haben!). Tja, meinte er, es könnte alles sein: vom Muskelfaserriss bis zur Achillessehne. OK, es hatte nicht geknallt (ich kenne das Geräusch nur zu gut) und meinen Fuß konnte ich auch noch bewegen, aber „Ballett tanzen“ ging nicht mehr. Also setzte ich brav aus und feuerte meine Mannschaft von der Bank aus an. Aber es half nichts. Irgendwie war die Mannschaft nun aus dem Takt und verlor das Spiel doch. Naja, ein dritter Platz ist doch auch OK! Als Preis gab es – ganz untypisch – keinen Alkohol, sondern Torten von Cron und Lanz. Raffiniert: Es wurde gleich zum gemeinsamen Verspeisen eingeladen! Da ich in Bovenden wohne, lud ich unsere Mannschaft nach Hause zum Verspeisen des Gewinns ein. Sabine machte noch einen Zuckerkuchen, und so wir saßen noch lange auf der Terrasse. Nachtrag zu meiner Verletzung: Am nächsten Tag ließ ich mich zum Arzt fahren, der mich mit Verdacht auf Achillessehnenriss gleich weiterschickte. Eine Ultraschalluntersuchung im Weender Krankenhaus bestätigte den Verdacht. Toll, da hab’ ich mir ja mal wieder das „beste“ ausgesucht! Sport ist erst wieder nach den Sommerferien für mich: Die erste Woche hatte ich einen Gips und für weitere sechs Wochen einen ebenso „unhandlichen“ Schuh. Dann fängt die Krankengymnastik an, schließlich darf ich Fahrrad fahren und dann „irgendwann mal wieder“ Volleyball spielen... Im Weender Krankenhaus wollte man mich übrigens eigentlich operieren. Da ich schon vor neun Jahren rechts die Achillessehne gerissen hatte und dies damals konservativ mit einem Schuh behandelt wurde, lehnte ich dankend ab. Schlimmstenfalls wäre nach zwei Wochen dann halt doch eine OP auf mich zugekommen, aber die Ultraschalluntersuchung nach zwei Wochen brachte Entwarnung. Bei beiden Malen war die Sehne glücklicherweise nicht ganz gerissen, nur dann lässt sich so etwas überhaupt konservativ behandeln – Glück im Unglück! Dieses Mal ist die Sehne nur viel weiter oben gerissen (deshalb hat’s nicht geknallt) und kurioserweise sind die Sehnen, die für die Bewegung des Fußes zuständig sind, nicht gerissen. Man lernt nie aus... Sei’s drum, die nächsten Turniere werde ich also am Spielfeldrand verbringen und unsere Mannschaft anfeuern. Trotzdem freue ich mich schon wieder darauf, aktiv mitspielen zu können!

Hartmut Mäcker