Freizeitvolleyballturnier des VfL Veckerhagen in Reinhardshagen am 30.10.2004

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Durch Krankheit, Urlaub und Wegzug war es dieses Mal recht schwierig, eine vollständige Mannschaft zusammen zu bekommen - wie immer fehlte uns eine Frau. Glücklicherweise sagte dann aber kurzfristig doch noch Heike Krüger zu, so dass mit Anette, den beiden Michaels, Martin, mir und zum ersten Mal mit Darek eine komplette Mannschaft nach Veckerhagen fuhr. "Verstärkt" wurden wir noch von Paul und Nico. Darek hatte zwei Mercedes-Busse organisiert, so dass wir komfortabel und zeitig in der Halle ankamen.

Es waren wieder viele bekannte Gesichter da, u.a. die Herberhäuser - dieses Mal mit vier (!) Frauen und zwei Männern, so dass sie uns zur Not hätten aushelfen können. Wie immer waren wir jedoch in unterschiedlichen Gruppen, aber am Ende sollten wir doch noch einmal zusammen spielen...

Unser erstes Spiel bestritten wir gegen die Buffalos (ich will es vorweg nehmen: die späteren Turniersieger). Wir spielten gut, verloren knapp, aber es hat allen Spaß gemacht, und wir haben uns den Respekt der anderen Gegner erworben. Gut so!
Vor unserem nächsten Spiel gegen die Jedermänner, die einen recht schwachen Eindruck machten, beschwor ich die anderen eindringlich, sich nicht einlullen und das Spiel der Gegner aufzwingen zu lassen. Leider hat's nichts geholfen - wir verloren unerwartet auch hier beide Sätze... Dies war der Zeitpunkt, an dem sich Martin und ich erst einmal ein Bier genehmigen mussten!
Im weiteren Verlauf verloren wir noch einmal mehr oder weniger verdient gegen Gimte und holten zwei Unentschieden, wo wir eigentlich hätten gewinnen müssen.
Am Ende stellte sich heraus, dass wir und die Uhus gleiche Anzahl gewonnener Sätze hatten, so dass wir noch einen Entscheidungssatz ausspielen sollten. Unmotiviert wie wir waren, setzten wir diesen natürlich auch noch in den Sand und waren die letzten unserer Gruppe...

"Beruhigend" war lediglich, dass es den Herberhäusern auch nicht besser ging: Hier waren drei Mannschaften punktgleich und mussten noch einmal zu Entscheidungssätzen gegeneinander antreten. Wir feuerten die Herberhäuser aus Leibeskräften an, aber es half nichts: Auch sie belegten in ihrer Gruppe den letzten Platz!
Dies hätte also bedeutet, gegen unsere Freunde aus Herberhausen um den vorletzten Platz zu spielen! Nee, dachte ich, dazu habe ich keine Lust. Und so schlug ich vor, unsere Mannschaften einfach bunt durcheinander zu mischen, so dass es keinen letzten Platz geben würde. Nach kurzer Diskussion waren alle - auch die Turnierleitung - damit einverstanden, wir mischten uns nach Gusto und spielten noch einmal drei herrliche Sätze.

Kaum war der letzte Punkt gespielt, wurde ich von Volker von der Mannschaft Six Pack (der auch die Jugendmannschaft des TV Jahn Rommerode - die Uhus - trainiert) angesprochen, der noch Mitspieler suchte, da die zweite Mannschaft auch gerade spielte. Es ging um den dritten Platz. Zusammen mit einer Frau des SSG Wechmar traten wir gegen Gimte an. Den ersten Satz verloren wir knapp. Wir mussten uns wohl erst einmal aneinander gewöhnen, aber es war ja noch alles offen. Den zweiten Satz gewannen wir und auch den Entscheidungssatz entschieden wir dann für uns. Es war mir ein Vergnügen, die Gimter doch noch in die Schranken verwiesen zu haben!

Woran lag's, was haben wir dieses Mal falsch gemacht auf einem Turnier, wo wir sonst immer im guten Mittelfeld gelandet sind?
An der Technik lag es mit Sicherheit nicht - technisch waren wir dank Kate (die mir doch fehlte auf diesem Turnier) besser als die meisten anderen Mannschaften. Na gut, die Aufgaben ließen manchmal etwas zu wünschen übrig, aber was wirklich fehlte, war der Druck, den man auf die gegnerische Mannschaft ausüben muss, und damit eingehend der Siegeswille. Wenn Mitspieler wie Freddy oder Tobi fehlen, die nicht nur "schmetterwillig" sind, sondern diesen Willen auch in die Tat umsetzen, wird es schwierig. Ein gut gestellter Ball muss auch geschmettert werden - ich habe leider an diesem Tag häufig das Gegenteil beobachtet. Statt Schmetter- gab's fast nur "Dankebälle"! So kann man nicht gewinnen - da reicht bei der gegnerischen Mannschaft nur ein schmetterstarker Spieler, und man hat verloren! Ich habe dann mit Six Pack gelernt, was eine Mannschaft zu leisten im Stande ist, die zwar nicht aufeinander eingespielt ist, aber ein gemeinsames Ziel konsequent verfolgt. Hier wurde gemeinsam Druck aufgebaut und geschmettert, wo es ging - da machte es auch nichts, wenn der eine oder andere Ball mal ins Aus oder ins Netz ging... Ich selbst habe an mir bemerkt, dass ich ganz anders gespielt habe - und das ist auch den anderen nicht entgangen. Plötzlich kamen meine Angaben viel zielgenauer und härter und auch das Schmettern klappte besser. Und alles nur, weil alle an einem Strang gezogen haben...
Dies soll nicht als Kritik verstanden werden - am Ende hatten wir ja doch alle unseren Spaß -, sondern als Aufgabe. Denn noch mehr Spaß macht es ja, wenn man ein Turnier mit einer guten Platzierung verlässt...

Hartmut Mäcker