Breakball - Volleydance oder Was hat Breakdance mit Volleyball zu tun?

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In diesem Jahr sind uns durch Wegzug viele VolleyballerInnen abhanden gekommen. Besonders merkten wir dies nach den großen Ferien: Häufig waren wir gerade mal vier Personen und haben Beachvolleyball in der Halle gespielt. Nichtsdestotrotz hatten wir aber unseren Spaß, was nicht zuletzt unserer Trainerin Andrea zu verdanken ist!

Irgendwann in den Herbstferien kam ich dann in die Umkleide in der Erwartung, wieder den "harten Kern" (vielen Dank an Annette und Martin, die mit mir zusammen die Durststrecke durchgestanden haben!) vorzufinden. Umso erstaunter war ich, als ich einen unglaublichen Krach aus der Halle hörte. Nanu, sind die "Schnittenhopser" (sorry, Fitnessgymnastik-Teilnehmer) noch zugange? Weit gefehlt: In der Halle tummelte sich neben den bereits abtretenden Fitness-Fetischisten und einigen GewinNixen ein halbes Dutzend Jugendlicher südländischer Herkunft. Ich erfuhr, dass diese eigentlich die Halle darüber in Beschlag nehmen und Breakdance üben wollten. In Ermangelung eines Schlüssels haben sie sich jedoch dazu überreden lassen, am Volleyballtraining teilzunehmen.

Die Kids waren auch gleich begeistert dabei und sind beim Einlaufen wie einen Horde kichernder Mädchen hinter Andrea hergelaufen. Spätestens bei den legendären Kräftigungsübungen fingen aber die ersten an zu schwächeln. Nach dem Einspielen teilten wir die Mannschaften dann so auf, dass jeweils drei von ihnen zusammen mit zwei bzw. drei von uns spielten, so dass wir sie ein bisschen unter Kontrolle hatten. Es wurde sogleich eine Kassette mit Breakdance-Musik in den Ghettoblaster geschoben. Waren die Halbstarken schon zuvor kaum zu bremsen, drehten sie jetzt völlig auf: Die halbe Zeit standen sie Kopf, egal, ob gerade ein Ball auf sie zu kam oder nicht - Affentennis at its best! Waren sie nicht gerade mal im Rhythmus, bei dem man immer mit muss, zeigten sie, was man alles mit Schnelligkeit erreichen kann: In Nullkommanix von hinten nach vorne schnellen, dabei noch ein bis zwei Mitspieler "ausschalten" und dann den Ball übers Netz ballern! Sie waren kaum zu halten! Mit der Zeit ließ die Konzentration jedoch sehr stark zu wünschen übrig, so dass wir das Training vorzeitig beendeten, aber wir hatten alle viel Spaß! Zum Schluss fragten sie sogar, ob sie noch einmal wiederkommen könnten. Unsere "Androhung", das nächste Mal würde aber nach unseren Regeln gespielt werden, hat sie dann wohl doch verschreckt. Jedenfalls haben wir sie nicht mehr wiedergesehen. Schade eigentlich, denn der eine oder andere wäre mit Sicherheit "ausbaufähig" gewesen und eine Abwechslung war's allemal! Fasziniert hat uns vor allem die überschäumende Energie der Jungs und das soziale Verhalten, dass sie trotzdem dabei an den Tag legten.

Jaja, wer zum Volleyball geht, der kann was erleben!

Hartmut Mäcker