Volleyball-Turnier am 6. November 1999 in Gimte

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Gerade hell geworden, brezeln wir in Tieffliegermanier durch den Samstagmorgen. Dirk hat’s mächtig eilig. Denn ihn treibt die Gier. Die Gier nach dem pfeilschnellen weißen Leder. Wir sind im Anflug auf ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. Das Gimter Herbstturnier.

Immer geradeaus und kurz vor Hann.-Münden zweimal scharf um die Kurve. Wir kennen das Ziel und der Kutscher den Weg. Hartmut im Verfolgerfahrzeug quengelt: "Nicht so schnell, Dirk, ich hab’ doch nur sechzig PS." - Wissen wir, Hartmut. Doch wir wissen auch: Das gilt nur für Deinen Wagen auf öffentlichen Verkehrswegen und nicht für Dich auf dem netzgeteilten Parkettrechteck. Nicht an diesem Tag.

Seit Oktober diesen Jahres gelten auf den Hallenpisten neue Regeln. In unserem Fall heißt das: Gespielt werden zwei Sätze á 20 Punkte und, wenn nötig, ein Entscheidungssatz á 15 Punkte. Auch der Wechsel des Aufschlagrechts ist mit einem Punktgewinn verbunden.

Einmal kurz auf’s Gas und die Vorrunde liegt hinter uns. In der Halbfinalrunde sehen wir noch drei Verfolger im Rückspiegel auftauchen. MTV 2 zieht nach einem jähen Zweisatzsieg der Skizünftler den Kürzeren. Wer bremst, verliert.

In der Finalrunde ereilt uns das Schicksal. Die Mannschaften Jedermann und Skizunft tanzen den fünften und sechsten Platz aus. Die in monatelangen geheimen Trainingseinheiten, nach neuesten Erkenntnissen der Anatomie, erwirkte Taktik versagt. Wir sind geschlagen. Neeeeiiinn! - Doch; im Entscheidungssatz um einen - mit Verlaub: lausigen - Punkt. Wir wehren uns strikt gegen jedes Gerücht, uns einer "Stallregie" untergeordnet zu haben. Denn: Es war schlicht und einfach sportliche Fairness. In jedem der Vorrundenspiele liehen wir den Jedermännern einen unserer Ballprofis zur Unterstützung aus. Das honorieren die Jedermänner in ihrer Rede bei der Siegerehrung. Wir danken.

Und freuen uns auf ein Wiedersehen.

JoS