34. Volleyball-Mixed-Freiluftturnier des BfnL Göttingen in Bördel, 30.06.-01.07.2012

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Wieder einmal war klar, dass sich für Bördel keine komplette Mannschaft finden würde – und das trotz der Ankündigung, dass der zweite Sandplatz rechtzeitig zum Turnier fertig werden würde (was er dann aber doch nicht war). Clemens hatte bereits angekündigt, wie im vergangenen Jahr mit den Einbeckern spielen zu wollen, und da schlossen sich Jessi und ich uns nur zu gerne an.
Zusammen waren wir 17 Spieler und meldeten am Spieltag dann auch folgerichtig drei Mannschaften, eine stärkere, ESV 1, und zwei spielerisch relativ gleiche Mannschaften. Clemens und ich sollten bei ESV 1 spielen, während Jessi ESV 3 verstärken sollte.

Das Wetter war typisch Bördel: angesagt war alles, aber das Wetter sollte – zumindest während der Spiele – halten. Die Einbecker waren bereits am Freitag angereist und hatten schon eine nächtliche Dusche hinter sich. Clemens hatte am Samstag seinen 30sten Geburtstag und schon einmal gebührend reingefeiert.
Als am Samstagmittag dann die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften klar war, wurde der Spielmodus bekannt gegeben. Es sollten jeweils vier Mannschaften auf drei Feldern in einer Vorrunde spielen. Das Losglück (oder die Turnierleitung?) hatte die Einbecker Mannschaften fein auf die drei Gruppen verteilt. Es sollten aus Zeitgründen lediglich zwei Sätze bis 25 Punkte gespielt werden.

ESV 1 hatte mit den ersten beiden Gegnern, den Volley Vikings und Oberode, keine großen Probleme und gewann die beiden Spiele souverän. Der dritte Gegner, die Black Beautys, war gleich stark, was sich auch in einem Unentschieden zeigte, dass wir nach Punkten mit nur einem Zähler Unterschied verloren. Da wir aber die mit Abstand bessere Punktedifferenz aufweisen konnten, erreichten wir in der Vorrunde den ersten Platz – leider, wie sich später erweisen sollte. Trotzdem: das erste Etappenziel war zunächst einmal erreicht!
ESV 2 und ESV 3 hatten auf Splitt und Sand weniger (Los)Glück und gewannen im Wesentlichen leider nur an Erfahrung.

Nun sollte es zum Abschluss des ersten Tages noch eine kurze Zwischenrunde geben. Die Erstplatzierten sollten gegen einen Zweitplatzierten einer anderen Gruppe antreten und die Dritten gegen einen Viertplatzierten. Dies sollte dazu dienen, das Losglück (oder -pech) zu minimieren: vielleicht war der Zweitplatzierte einer starken Gruppe ja besser als der Erstplatzierte einer schwächeren Gruppierung usw.
Es sollte nur ein Satz bis 20 Punkte gespielt werden mit einem Seitenwechsel bei 10 Punkten.
Hier traf es ESV 1 mit den Roten Teufeln hart: man verlor (nicht ganz ungerechtfertigt, aber hart umkämpft) mit 14:20 Punkten. Dies bedeutete nun, dass ESV 1 trotz des Gruppensieges nun nicht mehr um Platz 1 würde spielen können! Ein einziger verlorener Satz entschied, dass ESV 1 nun nur noch um Platz 5 würde spielen dürfen. Um Platz 1 sollten die Gewinner der Begegnung Platz 1 und 2 der Vorrunde und der beste Gewinner der Begegnung Platz 3 und 4 spielen. Das konnte doch nicht war sein – war es aber! ESV 2 und ESV 3 traf es nicht besser. Sie würden am folgenden Tag um Platz 9 spielen.

Trotz der Enttäuschung über diesen Spielmodus folgte im Anschluss eine schöne und (auch von oben) feuchtfröhliche Party, auf der die Art der Zwischenrunde trotzdem noch lange diskutiert wurde.

Am Sonntag wurde nach dem Frühstück dann die Zusammenstellung der Endrunde bekannt gegeben. Für ESV 1 gab es mit den Volley Vikings und den Black Beautys zwei Bekannte aus der Vorrunde, das erste Spiel sollte jedoch gegen die Fireflies and Friends sein. Hier trennte man sich unentschieden, aber mit besserer Punktedifferenz. Auch mit den Black Beautys „einigte“ man sich auf ein Unentschieden, hier sogar mit exakt derselben Punktezahl. Die Volley Vikings wurden erwartungsgemäß geschlagen. ESV 2 und ESV 3 schlugen sich auf (und gegen den) Sand tapfer auch gegeneinander und konnten den ein oder anderen gewonnenen Satz für sich verbuchen.

Aufgrund der Punktedifferenz reichte es am Ende für ESV 1 nur für den sechsten Platz, ESV 2 belegte Platz 9, ESV 3 erreichte den elften Platz. Sieger wurde die einzige Mannschaft, der sich ESV 1 geschlagen geben musste: die Roten Teufel – Teufel auch!

Bei Betrachtung der ersten vier Plätze wäre für ESV 1 spielerisch auch durchaus ein zweiter oder dritter Platz drin gewesen, Platz 6 spiegelt nicht die eigentliche Spielstärke dieser Mannschaft wieder.
Die Vorrundenregelung erwies sich für ESV 1 als unglücklich und erntete bei allen Einbeckern und Skizünftlern auch wenig Verständnis. Ein Überkreuzspielen mag vielleicht in gewissem Sinne gerechter sein; dass aus einer Gruppe jedoch keine Mannschaft um Platz 1 spielt, mutet schon etwas merkwürdig an – und hatte für ESV 1 dann auch den etwas „langweiligen“ Aspekt, in der Endrunde wieder fast die gleichen Gegner zu haben. Zudem ist in einer so entscheidenden Zwischenrunde ein Satz bis 20 Punkte auch recht spärlich.

Zwei weitere kleinere Kritikpunkte sollen nicht unerwähnt bleiben: Es wurde teilweise doch recht lax gepfiffen, da die Turnierleitung sich bei der Regelung von Verstößen nicht deutlich genug geäußert hatte. In Ermangelung einer Mittellinie konnte/sollte Übertreten nicht gepfiffen werden. Dass so etwas durchaus schmerzhafte und langwierige Konsequenzen haben kann, wissen wir aus eigener Erfahrung! Einigen Schiedsgerichten war auch nicht klar, dass das Berühren der Oberkante des Netzes durchaus auch weiterhin abgepfiffen werden muss.
Wie immer war am zweiten Tag auch eine Mittagspause eingeplant, die jedoch schon seit jeher eher als störend empfunden wurde. Dieses Mal hat man sich in allen Gruppen intern darauf geeinigt, durchzuspielen. Hoffen wir, dass diese Entscheidung von der Turnierleitung akzeptiert und beim nächsten Mal dann auch umgesetzt wird.

Bei aller Kritik soll es jedoch keinen Zweifel daran geben, dass dies wie immer ein sehr schönes und harmonisches Turnier war. Die Organisation und die Verpflegung waren wie gewohnt hervorragend und bis auf kleinere Kratzer an den Knien durch heroischen Einsatz auf Splitt, einem geprellten Daumen und einem verdrehten Bein ging das Turnier für die Spielgemeinschaft Einbeck/Skizunft verletzungstechnisch glimpflich ab.
Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, zusammen mit den Einbeckern zu spielen und zu feiern! Trotzdem: Eine eigene Mannschaft zu diesem Turnier wäre schon mal wieder schön…

Übrigens: Der zweite Beachvolleyballplatz soll noch in diesem Sommer fertig gestellt werden, wurde versprochen. Sollte das Projekt wider Erwarten bis zum nächsten Jahr nicht realisiert worden sein, hat der Vorstand des BfnL auf Vorschlag aus dem Publikum Freibier für alle versprochen. Das sind doch mal Aussichten – so oder so!

Hartmut Mäcker