Volleyball-Mixed-Tunier des SC Weende, 28.04.2013

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Der SC Weende feiert dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen und lud deshalb u.a. auch zu einem Volleyballturnier. Ehrensache, dass wir an einer solchen Premiere teilnehmen wollten – zudem die Einladung von Heiko, einem ehemaligen Mitspieler kam. Nachdem es zunächst sehr gut aussah und wir mit fünf Herren und drei Damen antreten wollten, kam es dann doch noch zu Ausfällen, die wir aber Dank Special Guest Kerstin gut kompensieren konnten.

Es war mal wieder schön, keine längere Anfahrt in Kauf nehmen zu müssen, sondern ein Turnier quasi vor der Haustür zu haben. Mehr oder weniger pünktlich ab 9:30 Uhr trafen wir uns vor und in der Halle. Um 10 Uhr sollte es losgehen. Zunächst einmal sollte aber jede Mannschaft ein Los ziehen, um so die Gruppierungen der Vorrunde festzulegen.
Diese Art der Auslosung führte dann doch zu Verzögerungen, so dass die beiden Turnierleiter Heiko und Peter erst 20 nach 10 mit der Begrüßung begannen und erst nach halb elf die ersten Spiele angepfiffen werden konnten.

In der Vorrunde sollten zwei Sätze bis 15 Punkte gespielt werden ohne zwei Punkte Unterschied, um den zeitlich recht engen Rahmen einhalten zu können. Es gab zwei Fünfer- und eine Vierergruppe. Ich hatte uns in die Gruppe A gelost – A wie "Arsch-Karte", wie sich im Laufe der Spiele herausstellen sollte.
Die Spiele gegen Northeim und Gieboldehausen mussten wir bei guter Gegenwehr verloren geben, wobei es im ersten Satz gegen Gieboldehausen aber fast zu einem Sieg gereicht hätte, am Ende verloren wir unglücklich 14:15. Das sollte uns auch im letzten Spiel gegen die Univolleyballer so gehen. Während wir gegen Gieboldehausen drei Aufgaben zum Sieg vergaben, schlug gegen die Univolleyballer die "Hand des Grauens" – auch als der "einarmige Bandit" bekannt – zu.
Erst im dritten Spiel gegen Obernjesa konnten wir wenigstens einen Satz für uns entscheiden.

Da die dritte Gruppe nur aus vier Mannschaften bestand, war diese Gruppe naturgemäß auch früher mit der Vorrunde fertig. Dies wollten Heiko und Peter dazu nutzen, auf dem nun freien Feld weitere Spiele der Gruppe A und B auszutragen. Gut gedacht, aber schlecht gemacht: In unserem dritten Spiel gegen Obernjesa holten sie unser Schiedsgericht weg, da dieses nun spielen sollte, ohne ein neues Schiedsgericht an der Hand zu haben. Die gleiche unerfreuliche Unterbrechung gab es, als wir selbst pfiffen und nun aber "gleichzeitig" gegen die Univolleyballer antreten sollten. Der Zeitgewinn war – wenn überhaupt – minimal, die Verwirrung und der Ärger, den das verursachte, aber hoch.

Am Ende der Vorrunde verschwand die Turnierleitung zur Auswertung hinter verschlossener Tür, bewaffnet mit einem Taschenrechner…
Wir nutzten die Zeit für eine fest-flüssige Mahlzeit. Heiko hatte vormittags den Grill angeheizt und ich wollte mir eine Bratwurst holen. Da der Grill jedoch verwaist, die Kohle runter gebrannt und die letzten Würstchen halb schwarz, halb roh waren, tauschte ich diese schnell gegen leckeren Salat ein. Einige Gäste nahmen es dann in die Hand, den Grill wieder zu entfachen.
Die Auswertung zog sich immer mehr in die Länge, so dass sich bereits Unruhe breit machte. Hilfe bei der Auswertung wurde aber dankend abgelehnt, mit dem Hinweis, dass man gleich fertig wäre.

Schließlich tauchte Heiko auf und verkündete die nächsten Begegnungen, ohne die Platzierungen der Vorrunde bekannt zu geben. Wir sollten gleich auf Feld C spielen. Den ersten Satz vergeigten wir 14:15. Die gegnerische Mannschaft war eigentlich kein echter Gegner für uns, hat uns aber (dafür sind wir ja anfällig) mit ihrem lahmem Spiel total eingelullt. Der zweite Satz lief viel besser, als plötzlich Peter auftauchte und verkündete, wir würden ja in der vollkommen falschen Gruppierung spielen. Da hätte es wohl einen Rechenfehler gegeben. Wir sollten abbrechen und um Platz 13 spielen. (Dass wir in der Vorrunde den letzten Platz belegt hatten, hätten wir auch ohne Berechnungen sagen können…) Wir bestanden darauf, wenigstens das Spiel zu beenden, das wir dann auch gewannen.
Das entscheidende Spiel um Platz 13 gegen die Göttinger Sieben gewannen wir dann auch mühelos.
Urkunde, Pokal und Süßes überreichte uns Heiko en passant. Ob es eine Siegerehrung gab, wissen wir nicht, da wir uns dann verabschiedeten.

Fazit: Spielerisch haben wir uns nicht viel vorzuwerfen. Stark gegen starke Mannschaften, nur leider ohne Spielgewinn, schwach gegen schwache Mannschaften, hier aber wenigstens mit spielerischem Erfolg. Was fehlt ist mehr eigener Druck und, sich nicht das Spiel der Gegner aufdrücken zu lassen.
Organisatorisch war das Turnier leider eine Enttäuschung, Premiere hin, Premiere her. Heiko und Peter standen im Wesentlichen alleine da und konnten sich deshalb naturgemäß nicht um alles kümmern. Für's nächste Mal – wenn es denn eine nächstes Mal geben sollte – müssen die beiden mehr Unterstützung aus den eigenen Reihen erfahren. Auch ein Laptop zur schnellen und exakten Auswertung wäre hilfreich. Und jemand, der sich um den Grill kümmert…

Hartmut Mäcker