Paddeltour auf der Werra, 24.08.2013

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Im Schinderhannes entstand Anfang des Jahres die Idee, dass man doch mal eine gemeinsame Paddeltour veranstalten könnte. Sowohl Markus als auch ich haben mit Paddeltouren reichlich Erfahrung und so war das Ziel auch schnell gefunden: die Örtze, die uns beiden bekannt und zudem ein sehr schöner Fluss zum Paddeln ist. Da wir jedoch erst mal nur einen Tag paddeln wollten, war die lange Anfahrt von ca. zwei Stunden eher hinderlich. So entschieden wir uns also für die näher gelegene Ruhme. Bei Gefallen könnte man dann ja eine zweitägige Tour für’s nächste Jahr angehen. Leider war für das geplante Wochenende die Ruhme bereits ausgebucht, und so landeten wir bei dem Göttinger Veranstalter KanuTouristik-Mitte, der uns die Werra ans Herz legte. Auch die Werra kenne ich bereits und weiß, dass man den Fluss gut mit Kanadiern befahren kann. Also, keine Kajaktour auf der Örtze, sondern eine Tour mit Vierer-Kanadiern auf der Werra.
Die Änderungen bei der Planung störten nicht weiter, so dass wir insgesamt 23 Anmeldungen hatten – nicht alles Volleyballer, sondern auch Freunde und Familienmitglieder, davon reichlich "Erstpaddler".

Wir trafen uns am Samstagmorgen in Witzenhausen, dem Endpunkt der Tour, und ließen Martins VW Bus dort stehen, um später die anderen Autos vom Startpunkt holen zu können. Pünktlich um 10 Uhr (wenn auch mit einer mangels Navi verursachten Verirrung in Bad Sooden-Allendorf) kamen wir am Treffpunkt Franzrasen an. Die Boote warteten schon auf uns und mussten nur noch abgeladen werden. Eine andere Gruppe war noch vor uns, so dass wir noch etwas Zeit hatten und wir uns das Wassern anschauen konnten.

Dann ging’s aber auch schon bald für uns los. Nach einer Einweisung in den Gebrauch von Paddel und Boot und der Verteilung der Westen (S bis XL passte eigentlich fast jedem – wozu dann die vorherige Angabe von Größe und Gewicht?) konnten wir wie geplant um 11 Uhr die ersten Boote zu Wasser lassen. Das Wetter spielte super mit, die Sonne schien wie bestellt, nur der Gegenwind störte ein wenig. Gelegentlich verirrte sich der eine oder andere Kanadier in der Uferböschung, sei es absichtlich oder aus Versehen, aber alles in allem kamen wir gut voran – zu gut. Erschreckend schnell nach nur 1 ½ Stunden waren wir dann auch schon in Lindewerra, was ungefähr der Hälfte der 20 Kilometer Strecke entsprach. Gut, dann würden wir halt eine längere Mittagspause machen.

Den zweiten Teil der Tour gingen wir dann auch viel gemächlicher an: Wir verbanden unsere sechs Boote mehrmals zu einem Floß und ließen uns treiben. Gummibärchen und Kekse machten die Runde, und die Steuermänner hatten endlich auch mal eine Hand frei für ein Bier. Als wir den Campingplatz von Witzenhausen erreichten, wussten wir, dass die Tour fast zu Ende war. Wir mussten nur noch unter der Brücke zur Altstadt durch und kurz dahinter war dann die Tour zu Ende. Schade!
Der Veranstalter war zufällig noch da, da er die Boote der vorherigen Gruppe gerade verladen hatte, so dass wir unsere Boote sauber machen und sofort auf den Hänger laden konnten. Eine weitere ¾ Stunde dauerte es, bis die Autos geholt waren und wir uns voreinander verabschiedeten.

Die Tour war von KTM gut organisiert, das Wetter hat prima mitgespielt, niemand ist unfreiwillig baden gegangen und ich glaube, es hat allen viel Spaß gemacht. Das verlangt nach einer Wiederholung im nächsten Jahr!

Hartmut Mäcker