36. Volleyball-Mixed-Freiluftturnier des BfnL Göttingen in Bördel, 28.-29.06. 2014

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Auch in diesem Jahr wartete ich wieder gespannt auf die Einladung nach Bördel, die dann doch recht spät kam – aber sie kam! Es war schon ausgemachte Sache, dass Einbeck und Skizunft wieder als "Alfons Schubeck" (siehe Bericht vom letzten Turnier) antreten würden. Auch die Anreise am Freitag war wieder gebucht, so dass wir zumindest noch einen schönen Nachmittag haben würden. Der Rest des Wochenendes verhieß nichts Gutes.
Markus und ich packten wieder Camping-Kram und Söhne ein und freuten uns auf Clemens' Grill – dieses Mal in Form von the Son of "a Bitch", pardon, Hibachi, ein überraschend formschönes und dabei extrem praktisches Exemplar, das allerdings ein paar Brandspuren im Gras hinterließ.
Am meisten überraschte uns jedoch etwas anderes: Der marode Tartanplatz war einem zweiten Beachvolleyballfeld gewichen bzw. wurde von diesem überlagert: Man hatte den Sand einfach auf die alte Anlage gekippt. Das bedeutete zwar dann kein Freibier am Samstagabend, aber eben auch keine Spiele auf Splitt mehr! Schotterflechte ade! Zunächst wollten wir gar nicht unseren Augen trauen und hielten den Platz für einen Fake, aber der Sandplatz hielt auch einer näheren Begutachtung durch Philipp und Lennart stand.
 
Da das Turnier am ersten Tag immer erst nachmittags beginnt, konnten wir ausschlafen (oder was man so mit Kindern im Zelt als Ausschlafen bezeichnet) und den Vormittag ganz nach unserem Gusto gestalten. Clemens "durfte" noch arbeiten, war aber pünktlich zum Spielbeginn wieder da, wir anderen spielten Boule oder genossen einfach die Sonne, die sich später zunehmend hinter den Wolken versteckte.
Um 13 Uhr war Begrüßung, Feststellung der Anwesenheit und Bekanntgabe des Spielmodus. Da von den zehn gemeldeten Mannschaften ein Team fehlte, wurde sich auf Jeder gegen Jeden mit zwei Sätzen bis 15 Punkten geeinigt.
 
Unser erstes Spiel gegen eine junge Mannschaft, das Beach Team, gewannen wir recht locker, verloren jedoch die darauf folgenden Spiele gegen Dransfeld und Tuspo Weende ebenso klar. Gegen die Volley Vikings (nervtötender Schlachtruf "Volley, Volley – Vikings! Jump high, Hit hard" – und jetzt kommt’s: "Doppel-Yeah!") holten wir souverän den ersten Satz und verdaddelten dafür den zweiten. Na toll! Aber nicht genug: Gegen das seit dem Vormittag permanent Bier trinkende Männerteam "Sex on the Beach" (Zusatz "und dann ein Cocktail") wiederholten wir das Ganze noch einmal! Peinlich – und vollkommen unnötig! Unsere Laune war jedenfalls gewaltig: gewaltig schlecht!
Die zweite, reine Einbecker Mannschaft hatte in diesem Jahr hingegen (vielleicht dank des Namenszusatzes "Chili Peppers") Feuer im Hintern und gewann ihre Spiele zu einem überwiegenden Teil mit großem Engagement.
 
Im Laufe des Nachmittags hatte es immer mal wieder ein paar Tropfen geregnet, manchmal auch etwas mehr. Allerdings hielt das niemanden vom Spielen ab. Gegen Abend wurde es kühler und die Sauna wurde wieder angeheizt. Frisch geduscht machten wir uns dann auf zur Fete, die sich für manche bis 5 Uhr morgens hinzog.
 
Es regnete die ganze Nacht durch und so manches Zelt versagte beim Dichtigkeitstest, ob von oben oder unten. Das Frühstück wurde stillschweigend verlängert. Als die meisten Mannschaften anwesend waren, wurde beraten, wie es weitergehen sollte. Zwar hatte der Regen kurz vor dem Aufstehen dankenswerterweise aufgehört, es war jedoch kalt und nass. Spielen im Sand würde da keine Freude sein. So beschloss man dann auch mehrheitlich, das Turnier abzubrechen und die gespielten Spiele auszuwerten. Unsere Mannschaft belegte damit Platz 6 (ein vierter Platz wäre drin gewesen, wenn wir die beiden Unentschieden stattdessen gewonnen hätten), Einbeck stieg auf’s Siegertreppchen und belegte Platz 3 hinter Tuspo Weende und Dransfeld.
 
Trotz des Wetters und mannschaftstechnischer Unzulänglichkeiten war das Turnier mal wieder ein Highlight. Das liegt u.a. natürlich an der Besonderheit des BfnL-Geländes, das Urlaubs-Feeling verbreitet und so eine ganz besondere Atmosphäre schafft, aber auch an der Fete und dem ganzen Drum und Dran. Dafür vielen Dank an alle beteiligten Bördelaner!
Frank und ich sind uns einig, im nächsten Jahr mal wieder eine eigene Mannschaft aufzustellen. Vielleicht klappt es ja, wenn unsere ganzen verletzten Spieler aller wieder gesund sind und alle Schwangeren entbunden haben? Wir werden sehen...
 
Hartmut Mäcker